...
beinhaltet alle relevanten Stoffe, die negative Auswirkungen auf
einen problemlosen Brunnenbetrieb haben könnten. Neben den Ergebnissen
der Untersuchung erhalten Sie eine persönliche Beurteilung Ihres
Brunnenwassers.
Vorgehensweise für eine Analyse:
- Bitte
füllen Sie das Formular
mit Ihrer Adresse aus und beantworten Sie so weit wie möglich
die Fragen. (Für Rückfragen können Sie uns jederzeit telefonisch
erreichen)
|
- Wir
benötigen eine Probe von mindestens 0,5 l Wasser
|
- Bitte
schicken Sie die Wasserprobe mit dem ausgefüllten Formular
an uns:
Wolff & Beerbaum Wasserfiltersysteme GmbH
Westenholzer Str. 138
33129 Delbrück
|
Hinweise zur Entnahme von Wasserproben: Verwendung eines sauberen
Gefäßes (für die bakteriologische Untersuchung ausschließlich sterile
Gefäße verwenden) Entnahme möglichst direkt aus dem Brunnen (falls
technisch nicht anders möglich auch aus dem Tränkebecken) Wasser
mindestens einige Minuten vor Probenentnahme laufen lassen (optimal
5 - 10 min), bei Hebelpumpen Entnahme nach ausreichender Anzahl
von Pumphüben.
Folgende Parameter werden analysiert:
> Geruch
Brunnenwasser sollte geruchsneutral sein. Gerüche können von natürlichen
Stoffen, wie z.B. Schwefelwasserstoff (fauler Eiergeruch) oder von
Menschen eingebrachte Verschmutzungen (z.B. Lösungsmittel, Mineralöl,
Teer, Phenol) herrühren. speziell auf eine Stoffgruppe hin untersucht
werden.
> Farbe (visuell)
Brunnenwasser sollte eine klare Färbung haben. Braune oder rote
Verfärbungen deuten auf eine erhöhte Konzentration an Eisen und
Mangan hin. Aber auch Bakterien und Algen können eine Färbung des
Wassers hervorrufen.
> Ammonium, nach DIN 38406-E5 E
rhöhte Konzentrationen von Ammonium und Nitrit (siehe unten) deuten
auf eine akute, frische organische Verunreinigung hin (z.B. durch
Fäkalieneintrag in das Grundwasser), so dass auch mit einer Verkeimung
des Brunnenwassers zu rechnen ist. Ein Gehalt von mehr als 0,5mg/l
an Ammonium stellt eine biologische Belastung des Brunnenwassers
dar.
> Nitrit, nach DIN EN ISO 10304-1
Ebenso wie Ammonium deutet ein erhöhter Gehalt an Nitrit auf eine
biologische Belastung des Grundwassers hin. Nitrit ist besonders
für Kleinkinder gefährlich, da es bei einer erhöhten Aufnahme von
Nitrit zu einer Zyanose (Blausucht) kommen kann.
Der Grenzwert für Nitrit beträgt nach der Trinkwasserverordnung
0,5mg/ l.
> Nitrat, nach DIN EN ISO 10304-1
Ein erhöhter Nitratwert ist normalerweise ein Hinweis auf eine Verunreinigung
durch organische Stoffe z.B. aus Gülle, Jauche, Fäkalien, Abwasser,
Klärschlamm, aber auch aus Mineraldünger oder Luftschadstoffen.
Nitrat kann sich in bestimmten Fällen zu Nitrit umwandeln.
Der Grenzwert für Nitrat ist nach der Trinkwasserverordnung 50mg/
l.
> Eisen und Mangan, nach DIN 38406-E1/E29
Eisen und Mangan sind die am häufigsten störenden Inhaltsstoffe
im Grundwasser. Obwohl Eisen und Mangan lebensnotwendige Spurenelemente
sind, entstehen bei Luftkontakt (Bewässerung) braun-rote Flecken
an Bewässerungsgegenständen. Ebenso können Eisen und Mangan Rohre
und Armaturen verstopfen.
Grenzwert nach Trinkwasserverordnung: Eisen: max. 0,2mg/l; Mangan:
0,05 mg/l.
> Härte (Calcium, Magnesium), nach DIN 38406-H6
Die Gesamthärte eines Wassers wird durch die beiden Inhaltsstoffe
Calcium- und Magnesium bestimmt. Bei erhöhter Temperatur kann Kesselstein
entstehen (Kalkausfällung). Bei sehr hohen Konzentrationen besteht
ebenfalls die Gefahr der Rohrverkalkung. Ab 18°dH ist mit Beeinträchtigungen
des Wasserversorgungsnetzes zu rechnen.
Die Einheit der Gesamthärte ist das „Grad deutscher Härte" (°dH)
oder die Härtegrade (1-4) nach dem Waschmittelgesetz.
|
°dH
(Gesamthärte)
|
Eigenschaft
|
Härtebereich
|
°dH
|
|
0-4
|
sehr
weich
|
|
|
|
4-8
|
weich
|
1
|
bis
7,3
|
|
8-12
|
mittelhart
|
2
|
7,3-14
|
|
12-18
|
ziemlich
hart
|
3
|
14-21,3
|
|
18-30
|
hart
|
4
|
über
21,3
|
|
über
30
|
sehr
hart
|
|
|
>
pH-Wert, nach DIN 38404-C5
Der pH Wert gibt Auskunft, ob ein Wasser sauer oder basisch ist.
Bei pH Werten unter 7 ist ein Wasser sauer, und kann metallene Rohrleitungen
und Armaturen zerstören (z.B. Kuperfraß).
Der pH Grenzwert nach der Trinkwasserverordnung ist zwischen 6,5-9,5.
Häufig hat Brunnenwasser einen sauren Charakter hat, da noch natürliche
Kohlensäure im Grundwasser vorhanden ist. In Wasserwerken wird die
Kohlensäure durch Belüftung des Rohwassers entfernt.
> Elektrische Leitfähigkeit, nach DIN EN 27888
Die elektrische Leitfähigkeit von Wässern beruht auf deren Gehalt
an gelösten Salzen in dem Wasser. Sie ist ein Summenparameter für
alle löslichen Salze im Wasser.
Grenzwert nach Trinkwasserverordnung: 2500 µS/cm
|